Die Umsetzung der Verbleibstudie VAMOS ist, abhängig von den zu untersuchenden Hauptintentionen und Fragestellungen, in 3 Projektmodule gegliedert (siehe Abbildung).

Die Module A und B werden durch die beteiligten 7 Hochschulen mittels Absolvent*innenbefragung umgesetzt. Die Arbeitgeberbefragung in Modul C wird gemeinsam vom Institut Arbeit und Technik (IAT) und dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) durchgeführt.

 Module des Forschungsvorhabens (Eigene Darstellung)

Modul A – Beschäftigungssituation und Verbleib der Absolvent*innen.

Die Module A und B werden durch das an der FH Bielefeld angesiedelte Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG) konzipiert und verantwortet. Die in Modul A zu bearbeitenden Fragestellungen fokussieren auf die Beschäftigungssituation der Absolvent*innen und die Analyse des Verbleibs. In Modul A werden Ergebnisse zu folgenden Fragestellungen generiert:

  • In welchen Arbeitsfeldern bzw. Settings arbeiten die Absolvent*innen?
  • Übernehmen die Absolvent*innen besondere Aufgabenbereiche und, falls ja, um welche handelt es sich dabei?
  • Wie hoch ist die Berufszufriedenheit der Absolvent*innen ausgeprägt?
  • Welche Karrierepläne hatten bzw. haben die Absolvent*innen und welche davon konnten bislang realisiert werden?
  • Welche Barrieren sehen die Absolvent*innen für die Ausübung qualifikationsadäquater Beschäftigungen?
  • Welche Herausforderungen stellen sich aus Sicht der Absolvent*innen für den Akademisierungsprozess im Bereich der Gesundheitsfachberufe?

Modul B – Absolvent*innen-Perspektive: Kompetenz & Performanz.

In weiterführenden Fragestellungen (Modul B) werden die im Studium erworbenen Kompetenzen und deren Anwendung in der Praxis mittels einer Selbsteinschätzung der Absolvent*innen untersucht. Insbesondere stehen dabei folgende Forschungsfragen im Mittelpunkt:

  • Wie schätzen die Absolvent*innen selbst ihr Kompetenzniveau ein?
  • In welchem Maße bringen die Absolvent*innen, ihre erworbenen Kompetenzen in ihre berufliche Praxis ein?
  • Welche Barrieren identifizieren die Absolvent*innen bei der Anwendung ihrer erworbenen Kompetenzen in ihrer beruflichen Praxis?
  • Welche Aspekte der Beschäftigungssituation (Modul A) erklären diese Barrieren?
  • Verändert sich das selbsteingeschätzte Kompetenzniveau der Absolvent*innen mit zunehmender Berufserfahrung?
  • Welche im Studium vermittelten Kompetenzen werden von den Absolvent*innen als hilfreich für die berufliche Praxis betrachtet bzw. die Vermittlung welcher Kompetenzen hat im Studium gefehlt?

Modul C – Arbeitgeber*innen-Perspektive Kompetenz & Performanz.

Die Untersuchung der Arbeitgeber*innen-Perspektive in Bezug auf Verantwortungs- und Aufgabenprofile der Absolvent*innen erfolgt im Rahmen des Moduls C. Die Bearbeitung von Modul C erfordert eine externe Perspektive zur Erfolgsbeurteilung der Studienprogramme und wird durch die zwei beteiligten Forschungsinstitute IAQ und IAT durchgeführt. Das Modul ist auf die folgenden Fragestellungen fokussiert:

  • Welche Aufgaben- und Verantwortungsbereiche übernehmen die Absolvent*innen, welche erworbenen Qualifikationen setzen sie ein und inwieweit unterscheiden diese sich von jenen ihrer nicht akademisch qualifizierten Kolleg*innen?
  • Wie stellen sich die Einschätzungen, Erfahrungen und Planungen der Arbeitgeber*innen diesbezüglich dar?
  • Welche Rahmenbedingungen und Organisationsmerkmale wirken begünstigend bzw. hemmend auf die qualifikationsadäquate Berufseinmündung und eine kontinuierliche Erwerbsbeteiligung?
  • Wie ist der Erfolg der Studiengänge aus Sicht der Arbeitgeber*innen zu beurteilen und wie stellt sich ihre Zufriedenheit dar?